About enjoying to actually read fashion magazines again

Harper's Bazaar & Porter Magazine - About enjoying to actually read fashion magazines again

Ich habe schon immer gern durch Magazine geblättert, habe mich inspirieren lassen von den Fotostrecken und habe mich berieseln lassen mit News zu Kollektionen, Produkten oder Trends. Doch mir ist aufgefallen, dass es in den letzten Jahren genau bei dem blieb, beim Durchblättern. Richtig die Texte gelesen habe ich selten. Entweder sind sie mir nicht aufgefallen oder sie haben mich einfach nicht interessiert.
Doch nun sind mir Ausgaben unter gekommen, die mich seitenweise regelrecht gefesselt haben. Okay, vielleicht nicht so gefesselt wie man es vielleicht von einem spannenden Roman kennt, aber beschäftigt. Ich habe nicht nur einfach weitergeblättert.

(1) „A celebration of INCREDIBLE WOMEN“ – so wie es auch auf dem Cover steht – findet man in der letzten Ausgabe des Porter Magazins. Die Ausgabe ist prallgefüllt mit starken Frauen, die in vielerlei Hinsicht inspirieren. In der Cover-Story „All Rise“ (S. 130) erzählt Emma Watson von ihrem Wandel vom Kinderstar zur Botschafterin für Gleichstellung der Geschlechter. Emma Watsons Karriere verlief vollkommen skandalfrei, vollkommen sorgenfrei aber nicht.

       „I had so many friends who had a clear sense of self. Who knew that they liked certain things, like the smell of grass, or what their favorite color was. I envied those girls because I was so unsure of myself. I questioned everything. I was terrified by the level of interest in me. I spent most of my time trying to convince everyone I was incredibly boring because I needed privacy and a minute to figure myself out.“       

Nach dem Abschluss der Harry Potter-Reihe hatte sie während ihres Studiums in Amerika die Gelegenheit herauszufinden, wer sie ist. Und ihr wurde klar, dass noch etwas fehlt. Was dieses fehlende Stück dann war, zeigte sich in ihrer Power-Rede für die HeForShe Kampagne vor der UN.

       „Now at 25 for the first time in my life I feel like I have a sense of self that I’m comfortable with.“       

Und sie kann verdammt stolz darauf sein, wer sie is. Intelligent, wagemutig, authentisch und vor allem sympathisch. Himmel, und natürlich-schön ist sie obendrein auch!

(2) Total-Looks eines Designers sind langweilig. Dass man mit all den schönen Kollektionen, die bei den Fashion Shows zu sehen waren, sich seinen Stil mixen kann, zeigen die Seiten (hier Bild 3) im Anschluss von „Aus dem Vollen schöpfen“ (S. 33) in der Harper’s Bazaar Februar 2016. Ob zartes Slip-Dress zu Bomberjacke, Spitze zu XL-Strick oder bodenlanges Kleid zum kuscheligen Leo-Cardigan – schöne Zusammenstellungen und eine knackige Zusammenfassung der gezeigten Kollektionen.

(3) Ein weiterer lesenswerter Artikel ist: „Der große Knall“ (S. 76). Er handelt von der Schnelllebigkeit der Modeindustrie.

       „Wir kaufen 400 Prozent mehr Kleidung als vor 30 Jahren, dabei immer weniger im mittleren Preissegment und immer mehr von der Fast Fashion bei großen Billigketten. Weltweit werden 80 Milliarden Teile pro Jahr verkauft. Bei einer Bevölkerung von 7,3 Milliarden sind das rund 11 Kleidungsstücke pro Mensch. Nur wissen wir ja, dass ein guter Teil der Menschheit zu jung oder zu arm ist, um Geld für Kleidung auszugeben.“       

Dank sogenannter Micro-Trends haben wir Teile schon nach 2-3 Mal Tragen satt und lange halten tun sie eh nicht, weil billig produziert. Und am Ende haben wir ja doch nichts zum Anziehen (ich verweise auf den Artikel aus dem letzten Blog Talk). Und die Designer? Die drehen bei den ganzen Pre-, Resort-, Cruise-Kollektionen oder wie sie auch heißen ebenfalls durch – siehe McQueen, Ex-Dior-Chef John Galliano oder die Abschiede der Chefdesigner bei Balenciaga (in den letzten Jahren gleich mehrmals), Lanvin und Dior.

       „Früher hatten Designer Angst zu versagen. Mittlerweile können sie das weder durch Können noch durch Fleiß verhindern.“       

Mitschuld sind auch wir Internetmenschen. Mit „Bloggen direkt vom Laufsteg“ und Live-Streams haben wir das Rad nur noch schneller zum drehen gebracht. Versteht mich nicht falsch, ich liebe Mode und entdecke gerne neue, schöne Teile, belohne mich mit einem Designer-Teil, bewege viele andere dazu, das ein oder andere Teil nachzukaufen und liebe es vor allem darüber zu bloggen. Aber schön, wenn man mit so einem Artikel mal den Kopf aus den Wolken nimmt.
Harper's Bazaar & Porter Magazine - About enjoying to actually read fashion magazines again

Harper's Bazaar & Porter Magazine - About enjoying to actually read fashion magazines again

Harper's Bazaar & Porter Magazine - About enjoying to actually read fashion magazines again

Written by Nisi

Januar 19th, 2016 07:25 pm. Comments

4 Comments

  1. liebe Nisi,
    ein sehr toller und inspirierender Beitrag. ich gestehe, ich habe früher wahnsinnig gerne die Vogue auch wegen ihrer guten Artikel gelesen, die auch sehr gute recherchierten wissenschaftliche Hintergrund hatten. mittlerweile bin ich eher enttäuscht, was sich noch in der Vogue findet.
    dafür werde ich mir deine Inspiration mal vornehmen und den Fashion-Magazinen wieder ein Chance geben.
    danke dir :)

    <3 Tina
    https://liebewasist.wordpress.com/

Leave a Reply

Your email address will not be published.

Mit der Nutzung dieses Formulars erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten durch diese Website einverstanden.
I agree to processing of email and IP address, and the use of cookies, to facilitate my authentication and posting of comments.

About us Contact

» teetharejade « is written by the twin sisters Desi & Nisi since July 2008. This blog is about fashion, beauty & lifestyle. They share their outfits, beauty wishes and recommendations as well as their recent purchases. Moreover they give insights into their travels & adventures, events and personal lifes.

For press, collaboration and advertising enquiries please contact hello[at]teetharejade.com.

For display advertising please contact Condé Nast Verlag.