Juni 5th, 2014 @ 01:21 pm, written by Desi
The story behind my new wallet from Furla
 

Seit dem mein altes Portemonnaie Ende letzten Jahres den Geist aufgegeben hatte, war ich auf der Suche nach einem neuen. Und die Suche war nicht einfach. Denn ich wusste genau was ich wollte und war sehr wählerisch. Aus echten Leder sollte es sein, aber nicht zu teuer. Schwarz und am besten mit goldener Hardware. Klein und Kompakt, aber trotzdem groß genug, so dass ich alles unterbringen kann, was ich meine mit mir rumschleppen zu müssen (eine kleine Apotheke mit Pflastern, Kopfschmerz- und Bauchschmerztabletten, einen Glücks-Dollar und Karten, die nicht wirklich nützlich sind, aber einen emotionalen Wert besitzen, ja ja). Und ganz wichtig: Kein Magnetverschluss und vor allem keine Reisverschlüsse! Schon allein die letzten beiden Eigenschaften schränkte die Auswahl für das perfektes Portemonnaie deutlich ein.

Ein paar Monate und einen Fehlkauf später wurde ich fündig. Und zwar im Galeries Lafayette Berlin bei Furla. Aber auch der Kauf verlief nicht ganz reibungslos. Ich hielte meine Wahl schon in der Hand: 11cm x 9,5cm klein, schwarz, robustes Kalbsleder, goldene Hardware, rotes Innenfutter, ein Münzfach mit Druckknopf, ein Fach für Banknoten, vier Fächer für Kreditkarten und drei Innenfächer. Am Furla-Stand war kein Personal da, ich schaute mich also fragend um. Eine Mitarbeiterin vom Stand nebenan war so hilfsbereit und versuchte mir weiterzuhelfen. Ich wollte nämlich nach einem Exemplar fragen, welches kein Aussteller ist. Ich weiß nicht, wie ihr das seht, aber für 80€ hätte ich dann schon am liebsten ein “Frishes” ;) Die Mitarbeiterin wusste nicht genau, ob Furla noch andere da hat, außer die, die schon draußen liegen. Also holte sie eine Kollegin dazu. Und dann ging’s los.
Ihrem Gesichtsausdruck nach hatte es ihr wohl von Anfang an nicht gefallen, dass sie jetzt Auskunft für einen anderen Stand geben muss. Entschuldigung. Ich wollte doch nur fragen, ob noch vielleicht ein weiteres Modell da ist. Das fragte ich dann auch – natürlich ganz freundlich. “Nee, nee! Da gibt’s nix noch irgendwo! Das ist alles neu was hier liegt.” Ich: “Verstehe. Und vielleicht in dieser Schublade hier?”. Bevor sie überhaupt nachgesehen hatte sagte sie schon “Nein”. Ich nur: “Okayy..Danke”. Dann macht sie die Schublade auf und mit einen noch unfreundlicheren Ton als davor schon fragte sie noch: “Muss ich Ihnen das noch zeigen bevor sie mir glauben???” “Nee, ist schon okay.” “Gucken sie maaaaal!!” Meine Güte ich hab doch schon gar nicht mehr nachgehakt. Ich habe aber trotzdem drüber geschaut: Andere Modelle gab es wohl! Nur leider nicht das, was ich wollte. Egal. Die andere, nette Mitarbeiterin meinte auch schon ein bisschen verlegen “Ja, ich hab es nun auch verstanden…”. Thema erledigt? Nein. Jetzt ging sie erst richtig los mit ihrer Belehrung, dass ja nur die Taschen in Karton und Beutel dazu kommen. Was interessieren mich Karton und Beutel bei einem Portemonnaie, welches ich immer benutze? “Nein, mir geht es ja gar nicht um das Extra”. “Ja was denn dann???” Oh man. Ich habe mir also einfach noch mal das Portemonnaie angeschaut, um zu gucken, ob mit dem alles in Ordnung ist. Ich hätte es dann einfach gekauft. Aber auch da ließ sie mich nicht in Ruhe. So unfreundlich. Ich musste an einer Stelle echt sagen “Ja, das weiß ich, ich bin ja nicht blöd.” Weil sie mich echt so behandelt hat. Um das ganze mal zu verkürzen: Es endete mit “Jetzt habe ich eigentlich gar keine Lust mehr mir irgendwas hier zu kaufen”. Und bin dann gegangen. Und ich glaube nicht, dass sie so mit einer Frau geredet hätte, die 20 Jahre älter ist als ich.
Ich musste danach sofort an die Situation denken, die Summer mit P&C/Burberry hatte…  Ein paar Tage später habe ich es mir aber trotzdem geholt, hehe. Denn es ist für mich echt das perfekte Portemonnaie.

Habt ihr selbst ähnliche Erfahrungen gemacht? Besonders in Designer- und Luxus-Kaufhäusern?